Mein (Um)Weg zur Fotografie 1/2

Aktualisiert: 17. Feb 2019


Hallo und ein "Herzlich Willkommen" zum ersten Blogeintrag auf meiner Webseite! Es ist geschafft - der erste eigene Webauftritt. Wer hätte das vor über einem Jahr gedacht? Ich jedenfalls nicht! Bis Ende 2017 bestand mein Leben im Prinzip aus meinem Hund, Sport, Arbeit, Essen und Schlafen. Relativ übersichtlich, aber man hatte trotzdem sein Tun, zumal ich den Sport, in dem Fall Natural Bodybuilding, sehr ernst genommen hab und auch an Wettkämpfen teilnahm. Ich spreche bewusst in der Vergangenheit, da ich dem Wettkampfbodybuilding dann doch recht zügig wieder den Rücken gekehrt hab. Warum und wieso? Das kann ich ja bei Interesse in einem separaten Blog schreiben.

Es gab jedoch einen Wunsch, den ich mir schon seit dem Jahr 2013 erfüllen wollte - ganz abseits vom Sport- eine eigene digitale Spiegelreflexkamera, kurz DSLR (digital single lens reflex).

Im November 2017 war es dann soweit. Ich kann mich ziemlich genau erinnern, dass ich mich schon den ganzen November mit dem Thema beschäftigt habe, allerdings sollte es erst 2018 soweit sein. Nun ja, wie das so manchmal im Leben ist, kommt eben alles anders als geplant.

Und so kam der Black Friday 2017 und es gab direkt bei Canon ein äußerst attraktives Angebot, bei dem ich nicht "Nein"sagen konnte. Es wurde eine Canon 70D samt dem Kit-Objektiv EF-S 18-135mm IS STM, also dem "etwas besseren" Kit-Objektiv.

Nun hatte ich sie also - meine erste eigene DSLR. Mein Gott, ich war so verdammt stolz.





Sind ja alles ganz nette Infos, aber warum nun der Titel des Blogs? Tja, weil es tatsächlich 31 Jahre dauerte und ich somit zur Fotografie fand. Wie genau kam ich also dazu und warum gerade Tier- und Hundefotografie?

Puh, wo fangen wir da an? Lasst mich kurz nachdenken, ah ja, in meiner Kindheit.


Wie schon auf meiner Homepage zu lesen ist, hab ich es schon immer gemocht mich kreativ bzw. künstlerisch zu beschäftigen und ein Auge für "das Schöne" im Leben zu haben. Also zeichnete ich in meiner Kindheit sehr viel, vor allem meine damaligen Helden aus dem TV. Ich erinnere mich da gerne an Tsubasa von den tollen Fußballstars oder auch Gregor von den Kickers. Da kann man echt in Erinnerungen schwelgen.... Es muss Mitte 2001 gewesen sein, als ich mit 14 Jahren den ersten Kontakt mit Photoshop gemacht habe. Ich war damals schon ziemlich angefixt, als es mir meine Mum zeigte und sie ein Bild meiner Jugendweihe etwas bearbeitet hat. "Bearbeitet" hieß in dem Fall mich mit einer Maske freizustellen. Das war mit Version 6 natürlich mit deutlich mehr Aufwand verbunden als in den aktuellen Versionen. Irgendwann legte ich dann selbst Hand an als ich mit dem Windows Zeichenprogramm "Paint" nicht weiterkam. Eine eingescannte Skizze wollte ich damals am Computer mit Farbe versehen.

Aus diesen ersten Gehversuchen entwickelte sich dann ein kleines Hobby. Ich wurde auf die Community von deviantart.com aufmerksam und war damals sehr angetan von den Möglichkeiten, die sich einige Künstler dort mit Photoshop und 3D-Modelling-Programmen zunutze machten. Damals war abstrakte Kunst dort sehr angesagt und ich stieg ebenfalls auf den Zug mit auf. DAS wollte ich auch können, dachte ich mir. Die Techniken konnte man sich damals noch über kostenlose Tutorials im Internet aneignen. Es gab Webseiten, die voll waren mit Tutorials. Heute gibt's das kaum noch - zumindest nicht kostenlos... Mehr und mehr wurden diese Tutorials in Schriftform von Videos abgelöst. Damals noch als Download bis letzten Endes Youtube Mitte der 00'er Jahre seinen Siegeszug begann. Um mal zu veranschauliche, was ich mit dieser "abstrakten Kunst" meine, hier ein paar Beispiele von mir:








Das faszinierende daran war für mich, dass jeder selbst entscheiden konnte, was er in den Formen sieht bzw. hineininterpretiert. In diesem Bereich hab ich mich sogar relativ lange bewegt. Das letzte Bild dieser Art hab ich 2010 gemacht. Die Popularität dieser Art von Kunst ging dann immer mehr zurück. Heute wird es so gut wie gar nicht mehr praktiziert. Das 3D - Modelling verschwand zunehmend, da man auch viele Dinge intern mit Photoshop schöner hinbekam und sich vor allem die Photomanipulation durchsetzte. Diese begeistert mich selbst heute noch, wenn man sich mal bei Instagram so umschaut, was es da für tolle Arbeiten gibt. Auf diese Art von Kreativität und Ideenreichtum bin ich tatsächlich bis heute sehr neidisch.... Dies war letzten Endes auch der Grund, warum ich mich nach dem Abitur gegen ein Studium im Bereich Multimedia Design entschied. Es war schlicht und ergreifend der nicht vorhandene Glaube an meine Fähigkeiten, denn ich hab gesehen, was andere im Stande waren zu kreieren. Vielleicht hing es auch damit zusammen, dass meine kreativen Phasen meistens sehr kurz ausfielen und darauf lange unkreative sowie unproduktive Phasen folgten. Mit "lang" meine ich hier Monate, ja sogar Jahre. Wer weiß was daraus geworden wäre, hätte ich mich intensiver damit befasst. Man war eben jung und wollte sich in vielen Bereichen ausprobieren.





Das erste mal mit dem Thema Fotografie wurde ich auch auf deviantart.com konfrontiert. Surreale Fotografie, Landschaften und zu einem klitzekleinen Anteil auch Tiere waren für mich dahingehend interessant. Es sollte aber nicht wirklich das Interesse erwecken selbst fotografisch aktiv werden zu wollen, zumal ich als Jugendlicher einfach nicht die finanziellen Mittel hatte oder einfach nicht in Derartiges investieren wollte. Mein erspartes Geld gab ich lieber für andere Dinge aus, wie z.B. Klamotten, PC Spiele oder eben für meinen Sport. Prioritäten setzen? Wenn dann in Richtung des Sports!


Ich ließ aber noch etwas unbeachtet:

In der 11. oder 12. Klasse gab es die Möglichkeit sich an einem mehrstündigen Test des GEVA-Insituts zu beteiligen. Was für'n Ding? Stellt es euch wie eine Art Eignungstest und Berufsberatung zusammen vor. Man nahm an dem Test teil, der ähnlich aufgebaut war, wie ein Eignungstest bei der Polizei, Feuerwehr o.ä. Binnen der nächsten Wochen wurde dieser vom besagten Institut ausgewertet und man bekam aufgeschlüsselt, welche Berufe einem wohl am besten liegen würde. Auch wurden die beruflichen Fähigkeiten, wie Team- oder Leitungsfähigkeit in Diagrammen dargestellt. Dreimal dürft ihr raten was auf Platz 1 war...

Fotograf! Ich dachte mir nur: "Fotograf? Okay? Damit kann man Geld verdienen?" Ich beachtete es daher einfach nicht weiter, da ich damit vor allem journalistische Fotografie in Verbindung brachte. Zwar gab es auch kleine Fotografieunternehmen in unserer Region, allerdings befassten diese sich mit Themen, die mich ja mal gar nicht interessierten und mich rein von den Fotos auch nicht ansprachen. Ich kann mich noch erinnern, dass ich für Passbilder einen dieser kleinen Läden aufsuchte. Aber ganz ehrlich: Passbilder? Das kam und käme auch heute für mich überhaupt nicht als Thema in Frage, genauso wenig wie Hochzeiten. Also war an Selbständigkeit damals nicht zu denken. Erstens hatte ich NULL Plan davon und war auch nicht bereit mich damit auseinander zu setzen. Zweitens sah ich in der Selbständigkeit vor allem eins - ein finanzielles Risiko. Das war auch daher begründet, dass ich mehr Schlechtes als Gutes im Bekannten- und Angehörigenkreis darüber hörte.

Platz 2 ging übrigens an die Krankenpflege, die ich heute tatsächlich hauptberuflich ausübe. Neben den beschriebenen kurzen kreativen Phasen mit Photoshop war ich zwar auch "fotografisch" aktiv, aber ich setze es bewusst in Anführungszeichen, da ich es eher als"Knipsen" bezeichnen würde und nicht als "Fotografie". Nun vergingen eben die Jahre und die Kameratechnik der Smartphones wurde auch immer besser. Fast jeder hatte nun die Möglichkeit immer schönere Fotos zu machen. Die Smartphones liefen damals für mich den Kompaktkameras immer mehr den Rang ab und ich fragte mich "Wozu eigentlich noch eine richtige Kamera kaufen? Ich kann alles was ich fotografieren möchte, doch auch damit festhalten" Nun, dieser Umstand änderte sich schließlich als ein Appenzeller Sennenhundwelpe namens Max im Dezember 2012 bei mir einzog. Dieses kleine Lebewesen sollte fortan mein Leben gehörig umkrempeln, vor allem in Bezug auf die Fotografie. Wie ich dann doch zu meiner ersten "richtigen" Kamera kam, warum der Wunsch, eine eigene DSRL zu besitzen, gerade 2013 immer mehr in mir wuchs und wie sich das Ganze ab dann weiterentwickelte , erfahrt ihr dann in Teil II....


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